Wie funktioniert eine Hypothek? So finanzieren Sie Ihr Eigenheim.
 

Wie funktioniert eine Hypothek?
So finanzieren Sie Ihr Eigenheim.

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  • Als Hypothek bezeichnet man das Fremdkapital, das Sie für den Immobilienkauf benötigen.
  • Für die Finanzierung Ihres Eigenheims brauchen Sie mindestens 20 % Eigenkapital. 
  • Mit der ersten Hypothek finanzieren Sie die ersten 65 % des Liegenschaftswertes. Die zweite Hypothek finanziert den Rest.
  • Auf die Hypothek bezahlen Sie dem Darlehensgeber einen jährlichen Zins, den sogenannten Hypothekarzins.
  • Die laufenden Kosten der Hausfinanzierung sollten nicht mehr als 33 % Ihres Einkommens betragen.
  • Um die Hypothek zurückzubezahlen, kann die indirekte Amortisation über eine Lebensversicherung Sinn machen.
Ein Häuschen mit viel Platz zum Toben. Oder das Dachgeschoss mit Panoramablick. Egal, wie Ihr Traum vom Eigenheim aussieht: Sie müssen eine passende Finanzierung dafür finden. Aber wie funktioniert eigentlich eine Hypothek? Und was sind Hypothekarzinsen? Das und noch mehr erfahren Sie hier.
Damit Sie eine Immobilie kaufen können, brauchen Sie nicht nur Eigenkapital. Sondern meistens auch Fremdkapital. Dieses nennt man Hypothekendarlehen – oder einfach Hypothek. Für den Darlehensgeber – in der Regel eine Bank – dient dabei ein Pfandrecht auf Ihrem Eigenheim als Sicherheit.
Um eine Hypothek aufzunehmen und eine Eigentumswohnung oder einen Hauskauf finanzieren zu können, brauchen Sie mindestens 20 % Eigenkapital. Bei einem angenommenen Kaufpreis von CHF 800 000 sind dies CHF 160 000. So viel Geld haben nur wenige sofort verfügbar. Um dem Traum von den eigenen vier Wänden näherzukommen, empfiehlt es sich daher, rechtzeitig Vermögen anzusparen.
In der Regel dürfen maximal 10 % des Kaufpreises aus dem Guthaben der 2. Säule stammen. Weitere 10 % des Kaufpreises können Sie zum Beispiel durch Ersparnisse, Schenkungen und den Bezug von angesparten Geldern aus der 3. Säule finanzieren. Die restlichen 80 % für die Hausfinanzierung müssen Sie durch eine Hypothek abdecken.
Für die Finanzierung eines Eigenheims benötigen Sie in der Regel eine erste und eine zweite Hypothek. Die erste Hypothek finanziert die ersten 65 % des Liegenschaftswertes. Die zweite Hypothek deckt den übrigen Finanzierungsbedarf. Und zwar maximal weitere 15 % des Liegenschaftswertes. Die zweite Hypothek muss in der Regel innerhalb von 15 Jahren oder spätestens bis zur Pensionierung abbezahlt bzw. amortisiert werden.

Für gewöhnlich unterscheidet man zwischen Festhypotheken, variablen Hypotheken und Geldmarkt-Hypotheken. Alle Modelle haben ihre Eigenheiten und Vor- und Nachteile. Während etwa der Zinssatz bei einer Festhypothek für die gesamte Laufzeit fix ist, schwankt er bei einer variablen und bei einer Geldmarkt-Hypothek. Das macht die Kosten der Eigenheimfinanzierung schwierig zu planen. 

Daneben sind Festhypothek und Geldmarkt-Hypotheken auf eine feste Laufzeit beschränkt, variable Hypotheken jedoch nicht. Das macht sie besonders interessant für alle, die flexibel bleiben und ihre Immobilie möglicherweise bald verkaufen möchten. Neben Ihrer persönlichen Situation entscheidet also auch das aktuelle Marktumfeld darüber, welche Hypothek die richtige für Sie ist.

Der Hypothekarzins oder Hypozins ist der Betrag, den der Darlehensgeber für das geliehene Geld verlangt. Er muss regelmässig bezahlt werden. Die Höhe des Hypothekarzinses hängt bei variablen Hypotheken vom jeweils aktuellen Hypothekarzinssatz ab. Genauso schwankend wie der Kapitalmarkt sind auch die Zinssätze. Deshalb werden diese regelmässig von den Hypothekargebern aktualisiert. 

Die Faustregel besagt, dass 33 % Ihres Bruttoeinkommens zur Deckung aller Liegenschaftskosten eingerechnet werden müssen. Die jährlichen Kosten, um eine Immobilie zu finanzieren, setzen sich normalerweise zusammen aus:

  • den Hypozinsen, gerechnet mit 5 % des Hypothekendarlehens. Damit ist die Finanzierung des Eigenheims auch in Zeiten steigender Zinsen sichergestellt;
  • der Amortisation, also Rückzahlung, der zweiten Hypothek;
  • Nebenkosten von 1 % des Kaufpreises pro Jahr.

Überlegen Sie sich im Vorfeld, ob die Immobilienfinanzierung für Sie tragbar ist. Einen ersten Hinweis liefert unser Hypothekenrechner.

Bei der direkten Amortisation zahlen Sie das Hypothekardarlehen in vorgängig festgelegten Tranchen an den Darlehensgeber zurück. Daneben können Sie die Rückzahlung Ihrer Hypothek auch in Ihre Altersvorsorge investieren. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, den jährlichen Amortisationsbetrags in eine Lebensversicherung einzubezahlen. Bei dieser sogenannten indirekten Amortisation profitieren Sie von steuerlichen Vorteilen und einem Versicherungsschutz während der ganzen Laufzeit der Police.

Der Kauf einer Immobilie ist eine prägende Lebensentscheidung. Und für viele ein nicht zu unterschätzender Kraftakt. Hierfür braucht es genügend Zeit und Ruhe, um das richtige Objekt zu finden und eine geeignete Immobilienfinanzierung sicherzustellen. 

Ihr Berater oder Ihre Beraterin hilft Ihnen gerne dabei, Ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zur Hausfinanzierung und geben Ihnen einen erfahrenen Kooperationspartner zur Seite, der alle wichtigen Fragen für Sie klärt.

Patrick, DIgital Specialist, Allianz Suisse
Geoffrey
Senior Segmentmanager Vorsorge/Anlagen
Geoffrey ist seit über 20 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Er ist Experte für alle Fragen rund um Lebensversicherungen und Anlageprodukte – insbesondere Altersvorsorge und Pensionsplanung. Seine Freizeit verbringt Geoffrey am liebsten in den Bergen oder in fernen Ländern.
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