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Sie haben jeden Monat etwas Geld übrig, das Sie ohne grossen Aufwand investieren möchten? Passiv gemanagete Fonds wie ETFs sind eine spannende und kostengünstige Möglichkeit. Wir zeigen, was die Vorteile von ETFs sind und wie Sparen mit ETFs funktioniert.
Was ist ein ETF?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Fonds, der in der Regel einen Index (z. B. SMI, Dow Jones oder Nasdaq) möglichst genau nachbildet. Somit investieren Sie mit einem ETF automatisch in viele verschiedene Wertpapiere, die im entsprechenden Index enthalten sind.
Grob gesagt heisst das: Wenn der entsprechende Index steigt, steigt in der Regel auch der Wert des ETFs – Gleiches gilt für fallende Kurse.
Welche Vorteile hat ein ETF?
Im Gegensatz zu anderen Arten von Fonds ist es nicht das Ziel eines ETFs, den Markt zu schlagen, sondern ihn möglichst genau abzubilden. Deshalb muss sich niemand aktiv um den Fonds kümmern. ETFs sind also «passiv gemanagt».
Bei «aktiv gemanagten» Fonds hingegen entscheiden Portfoliomanager:innen laufend, welche Wertpapiere gekauft, gehalten oder verkauft werden. Diese Arbeit verursacht Kosten, die bei einem ETF wegfallen.
Durch die breite Diversifikation über viele Wertpapiere wird das Risiko einzelner Anlagen reduziert, während die Entwicklung weiterhin vom Gesamtmarkt abhängt.
Zusammengefasst hat ein ETF folgende Vorteile:
- Tiefe laufende Kosten
- Breite Diversifikation über viele Wertpapiere hinweg
- Tieferes Einzelwertrisiko
Wie funktioniert Sparen mit ETFs?
Sparen mit ETFs bedeutet, regelmässig einen Betrag in einen oder wenige ETFs zu investieren. Zum Beispiel über ein Wertschriftendepot oder mit einer Vorsorgelösung bei einer Versicherung.
Dabei lassen Sie zuerst Ihr Anlegerprofil ermitteln. So wird sichergestellt, dass das Anlagerisiko zu Ihrer persönlichen Situation passt. Anschliessend wählen Sie einen passenden ETF.
Bei der Allianz können Sie in gewissen Vorsorgeprodukten ebenfalls in einen ETF investieren. Unsere Expertinnen und Experten ermitteln Ihr Anlegerprofil und beraten Sie gerne.
Bei einem ETF wird Ihr Geld in der Regel nicht auf einmal einbezahlt, sondern regelmässig über mehrere Etappen. Das heisst:
- Wenn die Kurse tief sind, kaufen Sie so mit demselben Geld mehr Anteile.
- Wenn die Kurse hoch sind entsprechend weniger.
Somit ergibt sich langfristig automatisch ein durchschnittlicher Kaufpreis. Denn so entfällt das aktive Warten auf den «richtigen» oder «günstigsten» Zeitpunkt, um zu investieren.
Wie hoch sind die Kosten bei einem ETF?
Die jährlichen Kosten bei einem Fonds werden als «laufende Kosten» bezeichnet. Sie zeigen, wie hoch die jährlich anfallenden Kosten eines Fonds im Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvermögen sind.
Zu den laufenden Kosten eines ETFs gehören unter anderem:
- Verwaltungsgebühren
- Depotbankgebühren
- Betriebskosten
Die laufenden Kosten fassen damit alle regelmässig anfallenden Kosten zusammen, die direkt aus dem sogenannten Fondsvermögen bezahlt werden. Sie werden in Prozent pro Jahr angegeben.
Das durchschnittliche Fondsvermögen zeigt, wie viel der Fonds im Schnitt wert ist – mit allem, was in ihm enthalten ist (z. B. Aktien, Obligationen, Derivate …).
Aus dem Verhältnis von Kosten und durchschnittlichem Fondsvermögen ergibt sich eine Prozentzahl: die laufenden Kosten.
Die laufenden Kosten sagen nichts darüber aus, wie gut ein Fonds performt oder wie viel Rendite er erzielt. Sie zeigen lediglich, wie hoch die Kosten im Verhältnis zum Gesamtvolumen im Fonds sind.
In der Schweiz liegen die durchschnittlichen laufenden Kosten aller Fonds bei rund 1,5 %. Bei ETFs betragen die durchschnittlichen laufenden Kosten rund 0,05–0,50 %.
Aber Achtung: Die laufenden Kosten bilden nicht sämtliche Kosten eines ETFs ab. Nicht enthalten sind zum Beispiel die Handelskosten innerhalb des Fonds. Zudem bedeuten leicht tiefere laufende Kosten nicht automatisch mehr Rendite. Auch Eigenschaften des ETFs wie die Replikationsmethode (also die Art, wie der ETF den Index nachbildet) können sich auf die Rendite auswirken. Dennoch sind die laufenden Kosten eine wichtige Kennzahl, um Fonds miteinander zu vergleichen.
Gibt es Alternativen zu ETFs?
Ausser ETFs gibt es noch weitere passiv gemanagte Fonds. Diese können eine interessante Alternative sein.
Sogenannte Indexfonds funktionieren sehr ähnlich wie ETFs. Im Gegensatz zu ETFs werden sie aber nicht direkt an der Börse gehandelt, sondern man kauft sie bei einem Anbieter – etwa einer Bank oder einer Versicherung.
Auf einen Blick: aktiv verwaltete Fonds vs. passiv verwaltete Fonds vs. ETFs
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Kriterium
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Aktiv verwaltete Fondsanlagen
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Passiv verwaltete Fondsanlagen
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ETFs
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|---|---|---|---|
| Art der Anlage | Klassischer Investmentfonds | Indexfonds | Börsengehandelte Fonds |
| Management | Aktiv (Fondsmanager:in entscheidet) | Passiv (Indexnachbildung) | Überwiegend passiv (Indexnachbildung) |
| Ziel | Outperformance anstreben | Markt möglichst genau abbilden | Markt möglichst genau abbilden |
| Laufende Kosten | oft 1,0–2,0 % oder mehr | Ø 0,10%, bis 1 % möglich | Ø 0,05 %, bis 0.50 % möglich |
| Zusätzliche Kosten | Häufig Ausgabeaufschläge/Performance‑Fees | In der Regel keine Ausgabeaufschläge | Keine Ausgabeaufschläge, jedoch Handelskosten möglich |
| Transparenz | Oft periodische Offenlegung | Zusammensetzung einsehbar | Zusammensetzung jederzeit einsehbar |
| Renditeerwartung | Abhängig vom Fondsmanagement | Marktrendite abzüglich Kosten | Marktrendite abzüglich Kosten |
Für wen ist Sparen mit ETFs sinnvoll?
Sparen mit ETFs eignet sich für Menschen, die langfristig mit wenig Aufwand Vermögen aufbauen möchten. Ein Blick auf die Entwicklung der Aktienmärkte legt nahe, dass ETFs gegenüber einem Sparkonto langfristig höhere Renditechancen bieten.
Der Schwerpunkt sollte dabei auf langfristigem Vermögensaufbau liegen, denn ETFs sind wie alle Fonds Kursschwankungen ausgesetzt. Eine Merkregel sagt, dass der Anlagehorizont etwa 10 Jahre oder mehr betragen sollte. ETFs können somit eine interessante Wahl sein für die Altersvorsorge.
Wie immer beim Thema Anlegen gilt: Lassen Sie sich von einer Expertin oder einem Experten beraten und beachten Sie die Risiken. Zum Beispiel gibt es beim Sparen mit ETFs im Gegensatz zu anderen Vorsorgelösungen keine Kapitalgarantie. Sie tragen somit das Risiko für Wertverluste vollumfänglich selbst.
Senior Segmentmanager Vorsorge/Anlagen
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