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Schmuck von Grosi, Goldmünzen oder ein Bündel Bargeld im Bankschliessfach: Viele Schweizerinnen und Schweizer fühlen sich damit auf der sicheren Seite. Doch stimmt das wirklich? Dieser Ratgeber zeigt, wo der Schutz endet und wie Sie Ihre Wertsachen mit der Allianz richtig absichern.
Deckungslücke im Schliessfach prüfen
Sie sind unsicher, ob Schmuck, Bargeld oder Erbstücke im Bankschliessfach wirklich ausreichend gedeckt sind? Unsere Beraterinnen und Berater schauen mit Ihnen Ihre bestehende Police an und zeigen, wo Lücken bestehen. So finden Sie die passende Deckungssumme für Ihre Wertsachen.
Warum braucht man eine Schliessfachversicherung?
Eine Schliessfachversicherung, manchmal auch Bankschliessfachversicherung oder Valorenversicherung genannt, schützt nicht das Fach selbst, sondern den Inhalt. Versichert sind die eingelagerten Wertsachen gegen klar definierte Ereignisse wie Einbruchdiebstahl, Feuer oder Wasser. In vielen Hausratpolicen läuft dieser Schutz über die sogenannte Aussenversicherung, also die Deckung von Gegenständen, die sich vorübergehend ausserhalb der Wohnung befinden.
Haftung der Bank vs. Versicherungsschutz: Wann haftet die Bank – und was ersetzt sie nicht?
Ein Schliessfachvertrag ist rechtlich ein Mietvertrag: Die Bank stellt einen gesicherten Hohlraum zur Verfügung, übernimmt aber keine automatische Obhut über den Inhalt. In den Allgemeinen Vertragsbedingungen (AGB) dürfen Banken ihre Haftung zudem stark begrenzen, oft auf einen tiefen Pauschalbetrag. Hinzu kommt: Die Beweislast für Inhalt und Wert liegt bei der Kundin oder dem Kunden, sowohl gegenüber der Bank als auch gegenüber der eigenen Versicherung.
Mehr Sicherheit: Mit einer Schliessfachversicherung die Haftung der Bank ergänzen
Eine Schliessfachversicherung zahlt unabhängig davon, ob die Bank ein Verschulden trifft. Wer sich allein auf die Bankhaftung verlässt, landet im Schadenfall oft in einem langen Rechtsstreit, ohne in der Zwischenzeit eine Entschädigung zu erhalten. Was darf nun ins Bankschliessfach, und wogegen ist es typischerweise versichert?
- Typisch versicherte Inhalte: Schmuck, Edelmetalle wie Gold und Silber, Uhren, Wertpapiere, Bargeld (je nach Police), Urkunden und Kunstgegenstände.
- Typisch versicherte Gefahren: Einbruchdiebstahl und Raub, Feuer, Wasser, Sturm und Hagel, je nach Deckungsumfang auch eine All-Risk-Deckung.
Typische Ausschlüsse sind Verschleiss, Schäden durch Kernenergie und Kriegsereignisse. Bargeld ist ein Sonderfall: Einige Policen versichern es nur bis zu einem begrenzten Betrag, andere schliessen es ganz vom Versicherungsschutz aus.
Welche Deckung passt zu Ihren Wertsachen?
Schmuck, Goldmünzen oder seltene Uhren: Jede Wertsache hat ihre eigenen Risiken, Grenzen und Ausschlüsse. Unsere Allianz Wertsachenversicherung lässt sich auf Ihre konkreten Wertsachen abstimmen. So wissen Sie genau, was im Schadenfall gedeckt ist und vermeiden unerwartete Lücken.
Schliessfachinhalt absichern: Hausratversicherung, Bankpolice oder eigenständige Schliessfachversicherung?
Für die Absicherung von Schliessfachinhalten gibt es drei Wege:
- Die Hausratversicherung mit Aussenversicherung : Wertsachen im Schliessfach sind mitversichert, aber meist nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze.
- Eine bankeigene Grundversicherung: Sie deckt Basisrisiken, oft im Bereich von CHF 20 000.– bis 50 000.– pro Schliessfach, und reicht für höhere Werte selten aus.
- Eine eigenständige Wertsachen- oder Schliessfachversicherung mit frei wählbarer Deckungssumme. Wichtig dabei: Manche Policen enthalten eine Subsidiärklausel. Das bedeutet, die Hausratversicherung zahlt erst, wenn keine andere Versicherung einspringt. Das kann eine Unterversicherung verschleiern, die erst im Schadenfall auffällt.
Was kostet die Versicherung meines Schliessfachinhalts?
Die Aussenversicherung der Hausratversicherung ist in der Regel ohne Aufpreis enthalten.
Sie greift jedoch in der Regel nur vorübergehend, weltweit maximal 2 Jahre, mit fixen Grenzen: Bargeld und Goldvreneli oft bis CHF 5000.–, Schmuck höher, aber auf einen Prozentsatz der Hausratsumme oder Versicherungssumme begrenzt.
Die bankeigene Grunddeckung bewegt sich oft zwischen CHF 20 000.– und 50 000.– pro Schliessfach. Das reicht für Dokumente, selten aber für hochwertige Wertgegenstände.
Bei einer eigenständigen Wertsachenversicherung richtet sich die Prämie nach dem Gesamtwert. Als Orientierungswert, nicht als verbindlicher Richtpreis, gilt etwa 1 % der Versicherungssumme pro Jahr. Unsere Allianz Wertsachenversicherung bietet All-Risk-Schutz und ersetzt versicherte Gegenstände im Schadenfall zum Neuwert.
Checkliste für den Ernstfall: Schliessfachinhalt richtig dokumentieren
Wer im Schadenfall nicht belegen kann, was im Fach lag und welchen Wert es hatte, riskiert eine Kürzung oder Ablehnung der Entschädigung. Die Bank weiss nicht, was im Fach liegt, den Nachweis müssen Sie selbst erbringen, wenn es zum Schadenfall kommt.
Mit dieser Checkliste sichern Sie Ihren Schliessfachinhalt systematisch ab:
- Eine Inventarliste mit Beschreibung jedes Gegenstands erstellen.
- Fotos aller Wertsachen anfertigen, mit gut sichtbaren Seriennummern, Echtheitsstempeln und Zertifikatsnummern.
- Kaufbelege, Gutachten und Erbschaftsdokumente geordnet aufbewahren.
- Alle Nachweise ausserhalb der Bankfiliale lagern, etwa zu Hause oder digital verschlüsselt.
- Inventar mindestens einmal jährlich aktualisieren und Wertentwicklungen wie den Goldpreis berücksichtigen.
Schliessfachversicherung bei der Allianz: Welcher Schutz passt zu meiner Situation?
Die Allianz Hausratversicherung deckt Schliessfachinhalte über die Auswärtsdeckung mit: weltweit, vorübergehend, bis maximal 2 Jahre. Für besonders wertvolle Stücke ist oft eine ergänzende Wertsachenversicherung der passendere Weg. Unsere Expertinnen und Experten zeigen Ihnen gerne die passende Lösung für Ihre Situation auf.
Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit: Die Allianz ist Partnerin für über 1 Million Kundinnen und Kunden in der Schweiz und Teil der globalen Allianz Gruppe. Diese internationale Stärke und die ausgewiesene Finanzstabilität wirken gerade dann, wenn es um langfristig eingelagerte Werte wie Schmuck, Erbstücke oder Edelmetalle geht.
Im Schadenfall zählt Tempo: Eine schnelle Schadensabwicklung und einfache digitale Prozesse, etwa bei der Meldung und Belegerfassung, sparen Zeit und Nerven. So bleibt der Aufwand nach einem Einbruch oder Wasserschaden im Schliessfach überschaubar.
Passt Ihre Deckungssumme zu Ihren Wertsachen?
Schmuck, Goldmünzen oder Erbstücke im Bankschliessfach steigen häufig im Wert, die Deckung in der Hausratversicherung oft nicht. Die Beraterinnen und Berater der Allianz prüfen persönlich, ob die vereinbarte Deckungssumme den tatsächlichen Wiederbeschaffungswert Ihrer Wertsachen abbildet, und zeigen, wo eine Anpassung sinnvoll ist.
Häufige Fragen und Antworten
Nein. Die Grunddeckung der Bank ist meist auf einen tiefen Pauschalbetrag begrenzt, und die gesetzliche Einlagensicherung schützt nur Bankguthaben, nicht Schmuck, Bargeld oder Urkunden im Schliessfach. Ohne eigenen Versicherungsschutz trägt die Kundin oder der Kunde das Risiko selbst.
Das hängt stark von der Police ab. Manche Hausrat- oder Wertsachenversicherungen schliessen Bargeld in Schliessfächern mit ein, andere begrenzen es auf eine tiefe Sublimite oder schliessen es ganz aus. Zusätzlich verbieten einige Banken Bargeld im Schliessfach in den AGB oder lehnen jede Haftung dafür ab. Lesen Sie die genauen Bedingungen Ihrer Police.
Die Beweislast liegt bei der versicherten Person. Entscheidend sind eine vollständige Inventarliste, Fotos der Wertsachen sowie Kaufbelege und Gutachten. Bewahren Sie alle Nachweise ausserhalb der Bankfiliale auf, etwa zu Hause oder digital verschlüsselt, damit sie im Schadenfall verfügbar sind.
Die Versicherungssumme sollte dem tatsächlichen Wiederbeschaffungswert aller eingelagerten Gegenstände entsprechen. Prüfen Sie Wertentwicklungen wie den Goldpreis mindestens einmal jährlich und passen Sie die Deckungssumme bei Bedarf an, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Für eine individuelle Einschätzung empfiehlt sich ein Gespräch mit unseren Expertinnen und Experten.
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