Marderschaden. Das können Sie bei Marderbissen tun.

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  • Marder nisten sich gerne in Motorräumen und Dachgeschossen ein. 
  • Sie können unbemerkt grossen Schaden an Kabeln, Schläuchen und Dämmmaterial anrichten. 
  • Marderschäden an Ihrem Fahrzeug übernimmt in der Regel Ihre Teil- oder Vollkasko.
  • Für Marderschäden an Ihrem Gebäude brauchen Sie eine Zusatzdeckung wie unsere Gebäude-Kasko.

Marder sind Allesfresser. Mit einem besonderen Faible für Schläuche und Leitungen. Ihrem Auto oder Ihrem Haus bekommt das meist gar nicht gut.

Schnell entstehen grosse Schäden. Und genauso schnell stellt sich die Frage: Wer kommt für Schäden durch Marderbisse auf?

Zugegeben, Marder sehen zwar eher niedlich aus. Sie können aber ganz schön aggressiv werden. Besonders, wenn sie auf den Duft eines Konkurrenten stossen – in einem parkierten Auto zum Beispiel. Dann zerbeissen sie gerne Schläuche, Kabel und alles, was zwischen ihre scharfen Zähne kommt. Häufige Opfer von Marderschäden sind dabei:

  • Stromkabel
  • Zündkabel
  • Kühlwasserschläuche
  • Scheibenwischwasserschläuche
  • Dämmmatten
  • Beläge für Lenkung und Antrieb
Ist ein Kühlmittelschlauch durchgebissen, kann der Motor nicht mehr richtig gekühlt werden – und überhitzt. Ein Marderbiss in den Unterdruckschlauch führt zum Leistungsverlust, und der Motor wechselt ins Notlaufprogramm. Ist das Zündkabel betroffen, läuft der Motor nicht rund oder stirbt ab. In jedem Fall sollten Sie nicht mehr weiterfahren, bis eine genaue Diagnose gestellt ist, um grössere Schäden zu vermeiden.
Sie haben einen Marderschaden? Gut, wenn Sie auch eine Kaskoversicherung haben. Eine Autohaftpflicht springt hier nämlich nicht ein. Am besten, Sie haben für Ihr Auto eine Teil- oder Vollkaskoversicherung bei uns abgeschlossen. Dann sind die Schäden durch Bisse von Mardern oder Nagetieren an Ihrem Auto und auch Folgeschäden versichert. Gut zu wissen: Unsere Kasko deckt Marderschäden bei Personenwagen und auch bei vielen anderen Autos.
Marder mögen es gerne warm und sicher. Und da ist ihnen ein Haus gerade recht. Als Versteck bevorzugen sie die oberen Stockwerke, speziell den Dachboden. Viele Hausbesitzer haben also Mitbewohner, ohne es zu wissen.
Man sieht sie nicht sofort, aber sie sind tückisch. Marderschäden können grosse Probleme nach sich ziehen. Denn um zu ihren Verstecken zu kommen, graben sich Marder Tunnelgänge in der Dachisolierung. Häufig zerstören sie dabei auch die Unterspannbahn. Die darunterliegende Isolierung wird nass, und die Dämmwirkung ist dahin. Über Wärmebrücken entweicht die warme Luft nach draussen. Und das wiederum treibt die Heizkosten in die Höhe und den Schimmel in Ihre vier Wände. Vor allem nicht ausgebaute und unbeheizte Dachböden sind davon betroffen. Die Folgekosten von Marderschäden am Haus können also enorm werden.

Ob es sich ein Marder oder andere ungebetene Gäste in Ihrem Haus gemütlich gemacht haben, erkennen Sie an folgenden Anzeichen:

  • sichtbare Fressschäden bzw. Löcher an der Dämmung
  • ungewöhnliche Geräusche vom Dach, die meist abends oder nachts auftreten
  • beissender Uringeruch im Dachstock
  • Teile des Dämmmaterials finden sich auf dem Estrich oder unten an der Hauswand
Üblicherweise sind Marderschäden in der Grunddeckung der Gebäudeversicherung nicht eingeschlossen. Um sich gegen Marderschäden und andere nicht privat gehaltene Tiere zu versichern, brauchen Sie eine Deckungserweiterung. Wie unsere Zusatzdeckung «Gebäude-Kasko». Die versichert Beschädigungen am Gebäude durch Marder und einige andere wilde Tiere – die nicht durch Tierfäkalien entstanden sind. Auch die Kosten für durch uns angeordnete Bekämpfungsmassnahmen als Folge eines versicherten Schadens sind enthalten.

Ein Marder hat Ihre Gastfreundschaft genossen? Und dabei ein paar Kühlschläuche oder Dämmmaterial in Mitleidenschaft gezogen? Damit ein Marderschaden am Haus von Ihrer erweiterten Gebäudeversicherung und ein Marderschaden am Auto von Ihrer Kaskoversicherung schnell übernommen werden kann, sollten Sie Folgendes tun:

  1. Melden Sie den Schaden unverzüglich.
  2. Dokumentieren Sie den Marderschaden wenn möglich mit Fotos und Notizen.
  3. Lassen Sie den Marderschaden unberührt, und räumen Sie nicht auf, bis ein Experte vorbeikommt.
Das beste Mittel gegen Marderbisse ist Prävention. So können Sie Marderschäden vorbeugen:
  • Parkieren Sie Ihr Fahrzeug möglichst am selben Ort. So verringern Sie das Risiko, dass rivalisierende Tiere sich um Ihren Motorraum streiten. Und zubeissen.
  • Fragen Sie bei Ihrer Werkstatt nach speziellen Rohren aus flexiblem Hartplastik für Kabel und Schläuche.
  • Platzieren Sie Drahtgitter unter dem vorderen Teil Ihres Autos – Marder mögen wacklige Untergründe nämlich gar nicht.
  • Schotten Sie den Motorraum ab. So ist er für den Marder nicht mehr zugänglich. Viele Fahrzeugmodelle kann man nachrüsten. Einige Hersteller bieten Marderfallen als Zusatzausstattung an.
  • Rüsten Sie mit elektrischen «Marderschrecks» fürs Auto auf. Die stellen Eindringlinge unter die Motorhaube selbstständig fest. Und vertreiben die Tiere mit einem lauten Ultraschallton.
  • Machen Sie eine Motorwäsche bei Verdacht auf Marderbisse. Dadurch wird der Marderduft entfernt, auf den andere Männchen besonders aggressiv reagieren.
     
  • Bieten Sie im Freien «Wohngelegenheiten» für Marder an – und verringern Sie so die Chance, dass sich einer in Ihrem Haus niederlässt. Holzstösse mit Höhlungen oder selbst erbaute Marderhäuschen sind perfekt – aber verzichten Sie auf Imprägnierungen und Anstrich, das mögen Marder nicht.
  • Untersuchen Sie die Dachisolierung regelmässig auf Spuren. Hat ein Marder gerade erst ein Loch durch den Dämmstoff gegraben, kann man diesen noch austauschen, bevor weitere Schäden entstehen.
  • Dämmen Sie Ihr Dach nach. Am besten mit hochverdichteten organischen Zelluloseflocken durch eine Fachkraft. Das ist auch sehr wirkungsvoll, bevor ein Marder Schaden angerichtet hat. Denn das besonders stark verdichtete Material der Einblasdämmung macht dem Marder den Zugang nahezu unmöglich – und Sie können ganz nebenbei auch noch die Wirkung Ihrer Dämmung verbessern.
  • Machen Sie das Schlupfloch des Marders ausfindig, und stellen Sie sicher, dass er keine andere Möglichkeit hat, ins Haus zu gelangen. Versperren Sie den Eingang aber nie tagsüber, sondern immer in der Nacht – sonst schliessen Sie den nachtaktiven Marder ein.
     

Manchmal nützen auch die besten Präventionsmassnahmen nichts – und der Marderschaden ist da. Die oben erwähnten Versicherungen schützen, wenn auch nicht Ihre Autokabel oder den Dachstock, so zumindest Ihren Geldbeutel.

Prashika, Product Marketeer Sachversicherungen, Allianz Suisse
Prashika
Product Marketeer Sachversicherungen

Prashika hat einen Abschluss in Gesellschafts- und Medienwissenschaften und arbeitet seit 3 Jahren in der Versicherungsbranche. Wenn Sie nicht am Yoga praktizieren ist, näht, kocht und singt sie gerne. Manchmal auch alles gleichzeitig.
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