Welche Versicherungen braucht ein KMU?

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Die einen bieten ihren Gästen den besten Blick auf das Matterhorn. Die anderen stellen ein dreieckiges Salsiz her. Oder High Heels aus Schokolade. Jedes Unternehmen ist anders. Doch in einem sind sich alle gleich: Sie alle müssen sich mit unvorhersehbaren Risiken auseinandersetzen. Aber nicht alleine. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen wir mit den wichtigen und richtigen Versicherungen. 

Und welche Versicherungen braucht ein KMU? Zum einen Sozialversicherungen wie die berufliche Vorsorge und die Unfallversicherung gemäss UVG. Die sind in der Schweiz obligatorisch. Zum anderen gibt es einige freiwillige Versicherungen, die Eigentum und Vermögen Ihrer Firma absichern. Und die sind für Sie sinnvoll.

Sie sind für Ihre Angestellten verantwortlich. Deshalb gilt in der Schweiz für jeden Arbeitgeber: Die 1. Säule und die 2. Säule sind Pflicht. Dabei sichert die Unfallversicherung (UVG) die Unfallfolgen von Angestellten ab, und die berufliche Vorsorge (BVG) erbringt Leistungen bei Tod, Invalidität und Alter.
Für die berufliche Vorsorge können Sie sich als KMU-Unternehmer beispielsweise einer Sammelstiftung anschliessen. Dort wird ein Guthaben für die Altersvorsorge Ihrer Mitarbeitenden angespart, das die Leistungen der AHV ergänzt. Für Ihre Angestellten und deren Hinterbliebene besteht ein zusätzlicher Schutz bei Invalidität und Tod. Ab einem Jahreslohn von mindestens CHF 21 330 ist die Versicherung obligatorisch. Begrenzt ist das versicherte Gehalt bei CHF 85 320 vor Koordinationsabzug (Stand 1.1.2019) – Sie können es  jedoch freiwillig höher ansetzen.

Überobligatorische Leistungen

Finanziert werden die Leistungen des BVG durch Lohnabzüge. Dabei liegt Ihr Anteil als Arbeitgeber bei mindestens 50 % der geschuldeten Beiträge. Sie können aber auch höhere Beiträge leisten oder die Vorsorge um überobligatorische Leistungen ergänzen – ein gutes Mittel, um sich im umkämpften Arbeitsmarkt zu differenzieren. Mit solchen Kaderlösungen helfen Sie, die Vorsorgelücken zu schliessen.

Die berufliche Vorsorge ist ein wichtiger Baustein für Sie und Ihre Angestellten. Bei der Wahl des richtigen BVG-Vorsorgeplans sollten Sie daher alle Faktoren für Ihre Angestellten berücksichtigen wie Alter, Einkommen und Nachkommen. Wir helfen Ihnen da gerne.

Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der Schweiz gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert – dank des Schweizerischen Unfallversicherungsgesetzes (UVG). Kommt es zu einem Unfall, übernimmt die Unfallversicherung die Heilungskosten, Taggelder und die Rentenleistungen (IV-Rente, Witwen-/Waisenrente).

Für Sie als Arbeitgeber ist diese Unfallversicherung obligatorisch. Für Ihre Mitarbeitenden deckt sie den Jahreslohn bis maximal CHF 148 200. Sie haben in Ihrem Betrieb Angestellte mit höheren Gehältern? Dann können Sie den restlichen Lohnanteil freiwillig über die Unfallversicherung zusätzlich absichern.

Laut Gesetz (OR 324a) sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitenden im Krankenstand den Lohn weiter zu bezahlen. Das ist zwar zeitlich befristet, kann aber doch ins Geld gehen.

Mit einer freiwilligen Krankentaggeldversicherung können Sie so eine Belastung abfedern. Und sie hat noch einen Vorteil: Wenn Sie diese mindestens zur Hälfte finanzieren und 80 % des Gehalts in den üblichen 720 Tagen absichern, dann kann die Wartefrist für allfällige Invaliditätsleistungen von 12 auf 24 Monate erhöht werden. Und das wiederum senkt die BVG-Risikoprämie.

Vergleichen ist das A und O. Denn gerade bei den Sozialversicherungen gibt es die unterschiedlichsten Tarife. So wird bei Start-ups oft die angepeilte Entwicklung mitberücksichtigt. Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote, und nehmen Sie eine umfassende KMU-Versicherungsberatung in Anspruch. Dafür sind wir ja da.
Sie möchten mit Ihrer Firma möglichst lange Erfolg haben. Ein wichtiger Baustein dazu ist ein optimal auf die Grösse und Art Ihres Unternehmens zugeschnittenes Versicherungspaket. Nicht immer ist es leicht, die unbedingt notwendigen, die vielleicht sinnvollen und die überflüssigen Versicherungen zu unterscheiden. Ein Pauschalangebot für alle KMUs gibt es nicht. Und macht auch keinen Sinn: Die individuellen Risiken sind einfach zu unterschiedlich. 

Ihr Lehrling steht noch auf dem Baugerüst – der Farbeimer liegt unten und hat eine Passantin erwischt. Etwas von dem Reinigungsmittel ist in die Wurst geraten und bereitet jetzt nicht nur Ihnen Bauchschmerzen. Als Unternehmer haften Sie für Schäden, die einer Ihrer Mitarbeitenden an Personen oder Sachen verursacht. Und die können teuer werden, mitunter sogar existenzbedrohend. 

Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt eine Betriebshaftpflichtversicherung für Ihr KMU abschliessen. Die übernimmt die Folgekosten, die aufgrund von Personen-, Sach- und Vermögensschäden entstehen können. Dazu gibt es für jede Branche und für jedes Unternehmensprofil verschiedene Zusatzversicherungen, die auch für Ihre Firma sinnvoll sind.

Eine Kundin möchte die Rechnung nicht bezahlen. Ein Lieferant liefert nicht. Ein Mitarbeiter erfüllt seinen Vertrag nicht. Leider gibt es im Geschäftsleben viele Gelegenheiten für eine rechtliche Auseinandersetzung. Denen können Sie sich entspannt stellen mit einer Betriebsrechtsschutzversicherung, mit der Sie Ihre Betriebshaftpflicht unbedingt ergänzen sollten. Und bei Bedarf können Sie die Betriebsrechtsschutzversicherung um die zusätzlichen Optionen Vertragsrechtsschutz und MultiRisk ergänzen.
Hochwasser im Lager – Lieferung im Eimer. Diebe im Büro – Arbeitsgeräte weg. Wenn Sie eine Geschäftsadresse haben, sollten Sie auch eine Betriebsversicherung haben. Denn die deckt Schäden an Gebäuden, Betriebseinrichtungen und Inventar aufgrund von Feuer, Wasser, Glasschaden, mangelnder Hygiene und – darauf sollten Sie besonders achten – Diebstahl.
Besitzen Sie ein Gebäude, ist die Feuer- und Elementarversicherung obligatorisch.
Plötzlich sind die Daten weg. Viel zu spät entpuppt sich das Profil des neuen Grossabnehmers als Fake. Internetkriminalität nimmt immer mehr zu. Aber auch die Folgekosten von Systemausfällen können enorm sein. Und betreffen auch Firmen mit geringem IT-Aufwand. Deshalb sollten Sie unbedingt über den Abschluss einer Cybercrime-Versicherung nachdenken.

Sie führen ein Speditionsunternehmen? Dann sollten Sie eine Transportversicherung abschliessen. Die übernimmt die Kosten, wenn unterwegs etwas kaputt oder verloren geht.

Sie haben mehr als fünf Autos oder Lieferwagen im Einsatz? Dann ist eine Flottenversicherung für KMU eine gute Idee. Denn die sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen mobil bleibt.

Adam, Senior Segmentmanager Unternehmen, Allianz Suisse
Adam
Senior Segmentmanager Unternehmen
Adam ist seit über 10 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Er ist ein Profi bei Fragen rund um den Bereich Unternehmenskunden – sowohl im Leben- als auch Nichtleben-Bereich. Wenn er nicht gerade seine Kampfsport-Technik verfeinert, arbeitet Adam an seinem Master in Insurance Management. 
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