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Als Architektin oder Architekt tragen Sie die Verantwortung für grosse Bauprojekte – vom Einfamilienhaus bis zum Parkhaus oder Industriebau. Weil bei der Planung und Umsetzung einiges schieflaufen kann, sollten Sie sich unbedingt umfassend absichern.
Mit einer Berufshaftpflichtversicherung für Architektinnen und Architekten schützen Sie sich und Ihr Architektur- oder Planungsbüro gegen hohe Schadenersatzansprüche. Was die Versicherung alles deckt, wer sich versichern sollte und wann eine projektbezogene Deckung Sinn macht, erfahren Sie hier.
Wieso ist eine Berufshaftpflichtversicherung für Architektinnen und Architekten in der Schweiz sinnvoll?
Die Berufshaftpflichtversicherung für Architektinnen und Architekten ist in der Schweiz ein wichtiger Bestandteil der Absicherung. Sie schützt vor den finanziellen Folgen von Planungsfehlern, Fehlern bei der Bauleitung oder mangelhafter Beratung, die zu Personen- oder Sachschäden führen können. Die Versicherung übernimmt sowohl Schadenersatzforderungen als auch die Abwehr unbegründeter Ansprüche – und sichert somit Ihre finanzielle Stabilität und Ihre Reputation.
Der Haftungsumfang in der modernen Planungspraxis wächst stetig. Wer als Generalplaner oder Koordinatorin verschiedener Fachplaner tätig ist, trägt zusätzliche Verantwortung. Eine passende Berufshaftpflichtversicherung stellt sicher, dass Ihr Büro auch bei komplexen Projektstrukturen geschützt ist und langfristig sicher arbeiten kann.
Besonders bei grösseren oder öffentlichen Bauprojekten verlangen die Auftraggebenden einen gültigen Versicherungsnachweis, bevor sie einen Auftrag vergeben. Ohne eine entsprechende Deckung können Sie sich deshalb Geschäftschancen verbauen.
Was deckt eine Berufshaftpflicht bei Architektinnen und Architekten?
Eine Berufshaftpflichtversicherung für Architektinnen und Architekten schützt Sie und Ihr Büro vor den finanziellen Folgen verschiedener Schadenarten, die im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit entstehen können. Dazu gehören:
- Personenschäden Verletzungen von Personen durch Planungs- oder Überwachungsfehler
- Sachschäden – Schäden an Gebäuden, Bauteilen oder am Eigentum Dritter
- Vermögensschäden – unnötiger Einsatz von teuren Spezialmaschinen oder einer höheren Betonqualität, als nach geltenden Normen nötig wäre
- Bautenschäden – Schäden und Mängel an Bauten und Anlagen aufgrund fehlerhafter Planung oder Bauleitung
Ein Beispiel aus der Praxis
Bei der Planung eines neuen Forschungsgebäudes wird eine fehlerhafte Berechnung der Dachentwässerung nicht rechtzeitig erkannt. Nach einem starken Regen tritt Wasser in das Gebäude ein und beschädigt empfindliche Laborgeräte mit hohen Wiederbeschaffungskosten. Die Berufshaftpflichtversicherung des verantwortlichen Architekturbüros übernimmt den entstandenen Schaden und sorgt dafür, dass das Büro finanziell handlungsfähig bleibt.
Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung für Architektinnen und Architekten?
Die Kosten für eine Berufshaftpflichtversicherung hängen davon ab, wie umfassend Ihr Versicherungsschutz sein soll. Je höher die Deckungssumme und je mehr Leistungen enthalten sind, desto höher fällt in der Regel die Versicherungsprämie aus. Viele Architekturbüros ergänzen ihren Schutz zudem um zusätzliche Deckungen – etwa für Tätigkeiten als Generalplaner oder für projektbezogene Einsätze.
Massgebend ist ausserdem das individuelle Risikoprofil Ihres Büros. Betreuen Sie überwiegend kleinere Wohnbauten oder arbeiten Sie regelmässig an komplexen Gewerbebauten? Die Prämie wird von Ihren beruflichen Tätigkeiten ebenso beeinflusst wie von der Grösse Ihres Betriebs und den Verantwortlichkeiten innerhalb des Projekts.
Sie wollen genau wissen, wie viel eine Berufshaftpflicht für Ihr Architekturbüro kostet? Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne persönlich.
Weitere wichtige Versicherungen für Architektinnen und Architekten
Die Berufshaftpflichtversicherung ist ein zentraler Bestandteil der Absicherung für Architekturbüros und selbstständige Planerinnen und Planer. Da Bauprojekte meist komplex sind und verschiedene Risiken gleichzeitig bestehen können, sollten Sie auch weitere Versicherungen in Betracht ziehen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Berufliche Vorsorge und Unfallversicherung. Für Architekturbüros mit Mitarbeitenden sind die berufliche Vorsorge sowie eine Unfallversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese sichern Risiken wie Unfall, Invalidität, Erwerbsunfähigkeit und Todesfall ab. Selbstständige ohne Personal können freiwillige Lösungen nutzen, um sich ebenfalls umfassend zu schützen. Wenn Ihr Betrieb auch auf Baustellen tätig ist, kann zudem die UVG-Zusatzversicherung oder eine Kollektiv-Taggeldversicherung sinnvoll sein.
- Cyber-Risk-Versicherung. Der Verlust sensibler Projektdaten, Systemausfälle oder Cyberangriffe können grosse Schäden verursachen – insbesondere Planungsbüros mit BIM-Daten oder digitalem Projektmanagement haben ein erhöhtes Risiko. Eine Cyber-Risk-Versicherung übernimmt Kosten für Datenwiederherstellung, Betriebsunterbruch und Forderungen Dritter.
- Sachversicherung. Teure Hard- und Software sowie Büroinfrastruktur sind für den Betrieb unerlässlich. Eine Sachversicherung deckt Schäden durch Feuer, Wasser, Einbruch oder technische Defekte ab und sichert den Arbeitsbetrieb ab. Optional können Zusatzdeckungen, zum Beispiel eine Elektronikversicherung für technische Spezialgeräte, ergänzt werden.
- Rechtsschutzversicherung. In Bauprojekten kann es zu Streitigkeiten mit Auftraggebenden, Partnern, Behörden oder Nachunternehmen kommen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Kosten für Anwältinnen oder Anwälte, Verfahren und Gutachten. Besonders bei komplexen Bauvorhaben kann ein Verwaltungs- und Vertragsrechtsschutz entscheidend sein.
Optimaler Schutz für Architektinnen und Architekten – mit der Allianz Berufshaftpflicht
Wenn Sie ein Architektur- oder Planungsbüro haben, sollten Sie sich mit einer Berufshaftpflicht gegen die grössten finanziellen Risiken schützen – gerade wenn Sie regelmässig grössere oder komplexere Bauprojekte betreuen. Die Allianz Berufshaftpflicht bietet Ihnen optimalen Schutz mit folgenden Extraleistungen:
- Einschluss von Bauherrenhaftpflicht-, Bearbeitungs- und Obhutsschäden
- Deckungen für Tätigkeiten als Generalplaner oder Gesamtplanerin
- Einschluss von Cyberereignissen im Zusammenhang mit Vermögensschäden
Weitere Vorteile unserer Versicherungslösung sind:
- umfassende persönliche Beratung und systematische Risikoerfassung
- rasche Schadenbearbeitung durch erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten
- flexibel kombinierbare Leistungspakete für individuelle Bedürfnisse
- speziell auf Architektinnen, Planer und Ingenieurinnen zugeschnittene Deckungen
Dürfen wir Ihnen ein individuell auf Sie zugeschnittenes Angebot zusammenstellen? Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne persönlich.
Häufige Fragen und Antworten
Die Deckungssumme richtet sich nach Art und Umfang Ihrer Projekte. In der Praxis bewegen sich die Versicherungssummen häufig im Bereich zwischen 1 bis 10 Mio. CHF pro Schadenfall. Für komplexe oder risikoreiche Bauvorhaben empfehlen viele Versicherer höhere Summen. Die Allianz bietet flexible Deckungssummen, sodass der Schutz an Ihre Projektgrösse angepasst werden kann.
Ja, mit einer projektbezogenen Deckung können Sie ein einzelnes Bauprojekt separat absichern. Das kann sinnvoll sein, wenn bestimmte Bauvorhaben höhere Risiken tragen oder Auftraggebende eine eigenständige Versicherung verlangen. Die Allianz bietet individuelle Lösungen, die speziell auf die Anforderungen eines einzelnen Projekts zugeschnitten werden können.
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