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DIENSTAG, 08. MAI 2018

Geschüttelt, nicht gerührt.
Hypes und Vibes einer Kindergeburtstagsparty

Ein Kindergeburtstag ist nicht selten die Herausforderung für Eltern. Doch Ratgeber mit Ideen zur ultimativen Party für die lieben Kleinen gibt es en masse – egal, ob da manch überforderter Grosser auf der Strecke bleibt. Faustregel Nummer eins kann da nur lauten: Bewahren Sie Ruhe und behalten Sie die Überhand! 

 

In genau acht Tagen ist es wieder so weit. Ich weiss das so genau, weil ich einen mentalen Kalender führe, in dem ich grosse, rote «X» eintrage. Das ist der Countdown, bis ich meinen Verstand einen Nachmittag lang ausschalten muss, um sie heil zu überstehen: die nächste Kindergeburtstagsparty. Immerhin habe ich mittlerweile eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen und jetzt, nach fast zwölf Jahren, eine Art «Survival Guide» erarbeitet, den ich nun exklusiv mit Ihnen teile. 
 

Behalten Sie die Überhand

Damit meine ich nicht, dass Sie bei der Kindergeburtstagsfeier das Geburtstagskind mitsamt seinen kleinen Freunden im Keller einsperren sollten unter dem Vorwand, es sei ein lustiges «Räuber und Poli»-Spiel. Egal, ob es der zweite oder zehnte Geburtstag ist: Es sollten immer mehr Erwachsene als Kinder anwesend sein. Denn Kinder, die sich vor lauter Süssigkeiten dem Zuckerschock nähern, spüren Angst und Unsicherheit sofort, und die drei von den Eltern heimlich getrunkenen Plastikgläser Prosecco registrieren sie sowieso. Und verlieren dann erst recht alle Hemmungen. Sieht die Kinderschar jedoch, dass sie die Erwachsenen rein zahlenmässig nicht überwältigen könnten, geben sie sich meist damit zufrieden, einander Trinkröhrli in die Nase zu stecken.
 

Prosecco wegsperren

Dies gilt insbesondere für Kindergeburtstage älterer Kinder. Damit meine ich so ab neun oder zehn Jahren. Zum letztjährigen elften Geburtstag unserer Mia trafen einige Jungs ihrer Klasse mit Energydrinks ein. Die ich ihnen postwendend wegnahm, als so eine Art Hyperaktivitäts-Verhinderungs-Sonderkommando. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie aus Rache meinen Plastikbecher mit warmem Prosecco leer getrunken hätten. Also: Alkohol ausser Reichweite der Kleinen. So verhindert man übrigens auch, dass ausgerechnet die bünzligen Eltern eines Schulgschpänlis Ihres Kindes beim Abholen «auch noch ein Gläschen» nehmen … und Sie dann eine Stunde lang volltexten über ihre bevorstehenden Veloferien im Elsass. Zur Not sprechen Sie den impertinenten Erziehungsberechtigten ganz beiläufig und mit dezentem Blick auf die zu Bruch gegangenen Teller auf das Thema Haftpflichtversicherung an.
 

Göötsch-Gefahr bannen

Wie bitte? Bedeutet das: Kein Wasser zum Trinken servieren oder keine Kinderpartys in der Badeanstalt feiern? Oder einfach keine Wasserpistolen, gefüllte Planschbecken oder Wasserballone? ALLES. EINFACH. NEIN. Meine Töchter haben beide im Hochsommer Geburtstag und es gab an jeder einzelnen Party Tränen, weil irgendeinem Mädchen Wasser irgendwohin gespritzt wurde, wo es nicht hingehörte: auf das neu geschenkte Buch, auf das hübsche Partykleid (bevorzugt in Schritthöhe) oder als Wasserstrahl ins Auge. Schonen Sie Ihre Nerven und feiern Sie bitte sämtliche Kindergeburis im Trockenen. Notfalls unter dem Motto «Wüstenabenteuer».
 

Bhaltis nicht vergessen

Nein, Sie müssen nicht jedem eingeladenen Kind ein Geschenk mit nach Hause geben. Aber wer einmal den Fehler gemacht hat, keine Schläcksäckli zu verteilen, wird sie kennen: die unglaublich dreckigen Blicke, die Ihnen die kleinen (bereits mit ordentlich Zucker zugedröhnten) Partybesucher zuwerfen, wenn sie mit leeren Händen nach Hause gehen müssen. Und ganz ehrlich: Das Verschenken von Zucker ist für Sie das einzige wirkliche Highlight eines Kindergeburtstags. Denn die Vorstellung, dass die aufgepeitschten Kinder noch Stunden später schreien und toben, während ihre Eltern verzweifelt versuchen, sie mit Sandmännchen und Gute-Nacht-Geschichten ins Bett zu bringen, entschädigt immerhin ein wenig für all die eigenen Strapazen.
 

VIP-Partys

Spätestens bei Fünftklässlern halten es Ihre Nerven nicht mehr aus, eine so grosse Kinderschar unter Kontrolle zu halten. Die Lösung? Ab dem zehnten oder elften Lebensjahr die «VIP»-Partyversion einführen, bei der zwar deutlich weniger Kinder eingeladen werden können, dafür das Programm um einiges hochwertiger ist. Einige Beispiele? Technorama-Besuch mit Zmittag im Restaurant, Kinonachmittag mit Popcorn und Glacé-Pause oder eine Übernachtungsparty im Zelt. Vorteil? Drei bis vier Kinder reichen hierzu völlig aus. Nachteil? Clevere Geburtstagskinder merken rasch, dass sie mit dieser Partyvariante deutlich weniger Geschenke bekommen, was jedoch mit einer weiteren Runde Glacé oft wieder wettgemacht werden kann. Oder dann eben besonders gut gefüllten Schläcksäckli.
 

Richtig schlimm wird’s erst noch

Ich überlege mir nun ernsthaft, wie ich mich bis in einer Woche irgendwo mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber anstecken könnte, damit mein Mann das Partykommando übernehmen muss. Und dann denke ich mir wieder: Eines gar nicht mehr so fernen Tages sind die Kleinen plötzlich so gross, dass sie Mama und Papa überhaupt nicht mehr dabei haben wollen. Und das wird dann erst richtig schlimm – für die Eltern.

Haben Sie noch weitere «Überlebensstrategien» oder Tipps für den Kindergeburtstag auf Lager? Lassen Sie es uns wissen mit einer E-Mail an family@allianz.ch.

 

Von Steffi Hidber
 

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