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DIENSTAG, 08. MAI 2018

Machen Kinder glücklich?

Untersuchungen zur unglücklichen Mutter hin, Analysen zur Überforderung der Väter her: Wer beim Anblick seines kostbaren Nachwuchses vollkommenes Glück empfindet, der wird fragwürdige Forschungsergebnisse wie «Kinder machen nicht glücklich» unbeschadet in den Wind schlagen. Dennoch haben solche und ähnliche Studien Konjunktur.  

 

Langsam aber sicher bin ich studienmüde. Jedes noch so erdenkliche Verhalten, Fühlen oder Denken wird analysiert und wissenschaftlich belegt. So ist etwa der Forschungskreis «Heimtiere in der Gesellschaft» der Frage nachgegangen, ob Frauen mit Hund positiver auf ihr Umfeld wirken als solche ohne Hund, High Heels sollen für einen besseren Orgasmus sorgen (bei Frauen wohlgemerkt!) und wenn Kleinkinder lernen, Gefühle zu empfinden, sind sie später erfolgreicher im Job. Ach so.
 

Machen Kinder glücklich?

Mitte August, pünktlich zum Ferienende – also genau im Zenit unseres Familienglücks (oder an dessen Tiefpunkt?) – machte eine Studie die Runde, die den Mythos «Kind als Quell des höchsten Glücks» endgültig vom Tisch fegte: «Elternwerden macht unglücklicher als der Tod des Partners», titelte etwa der Stern, ohne genauer Auskunft darüber zu geben, was Glück eigentlich ist.
 

Kann man Glück messen?

Forscher des Max-Planck-Instituts in Rostock hatten in Zusammenarbeit mit einer kanadischen Universität rund 2000 deutsche Eltern während eines Zeitraums von ca. zwei Jahren (vom Zeitpunkt der Erst-Schwangerschaft an) nach ihrer Zufriedenheit befragt. Und? Ist Glück in diesem Sinne messbar?

Statt von Glücksgefühlen überwältigt, gaben die Eltern tiefere Zufriedenheitswerte an, als zu ihrer kinderlosen Zeit. Schlimmer noch: Die Forscher verglichen die Antworten mit anderen Befragungen und kamen zu dem Schluss, dass Menschen nach einer Scheidung, dem Verlust ihrer Arbeitsstelle oder dem Tod eines Partners immer noch zufriedener waren, als die frischgebackenen Eltern-Teilnehmer dieser Studie.

Ganz ehrlich, hätte mich jemand etwa ein Jahr nach der Geburt unserer Tochter und rund acht Monaten Schlafentzug vom Härtesten nach meiner Befindlichkeit im Vergleich zur Schwangerschafts-Vorfreude gefragt, wäre mein Zufriedenheitsbarometer auch nicht in die Höhe geschnellt.
 

Was bedeutet es, glücklich zu sein?

Ja, es stimmt, Kinder können – bei aller auch noch so ansteckenden Kinderfreude – nerven, sie schränken die eigene Freiheit ein, stellen solide Beziehungen auf die Probe und sie rauben einem manchmal den ALLERLETZTEN Nerv. Und jetzt? Auch der absolute Traumjob ist manchmal nur noch todlangweilig, das Essen im Lieblingsrestaurant mässig, die grosse Liebe ein Schatten ihrer selbst und der vor Gesundheit strotzende Körper nur noch eine fade Erinnerung.

Das nennt man LEBEN. Und wer keine Tiefen erlebt, wird auch nie das berauschende Gefühl eines Hochs auskosten können. Wer definiert denn hier eigentlich Glück? Immer nur ausgeglichen, immer nur Zen, ständig im Lot – diese Form von Glück gibt es wahrscheinlich nur unter einer Volldröhnung Prozac. Aber ist das auch wirklich erstrebenswert?

Ständig wird einem vorgegaukelt, dass man alles im Griff haben, jede Situation mit einem Lächeln meistern muss, super Beziehung, super Job, super Body. Ich frage mich: Kann man Glücklichsein überhaupt messen? Aber vor allem: Muss man das denn überhaupt?
 

Kinder sind das Beste

Keine Studie, keine Skala zwischen eins und zehn oder sonstige Befindlichkeitstabellen können das Gefühl der Liebe und Vollkommenheit beschreiben, das Eltern überkommt, wenn sie abends vor dem Zubettgehen ihre kostbarsten Schätze nochmals liebevoll zudecken, ihnen über den Kopf streicheln und eine Gute Nacht zuflüstern. Noch Fragen?

 

Von Nina Merli
 

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