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DONNERSTAG, 8. NOVEMBER 2018

Herzlich willkommen, Dadbod!

Schlankheitswahn hin, Schönheitsideal her – um begehrt zu sein, zählen «perfekte Masse» kaum. Auch wenn uns das die Werbeindustrie gerne einreden möchte. Gerade Frauen bevorzugen eindeutig Männer, die in Sachen Körperoptimierung mehr Gelassenheit zeigen. 

Eines vorweg: Mit dem eigens geschaffenen Begriff «Dadbod», der wieder einmal heiss in den Medien diskutiert wird, ist KEIN dicker Bierbauch gemeint. Allenfalls ein DEZENTER Bierbauch, eben ein etwas ausgeprägterer Bauchansatz. Aber egal, die genaue Definition des «Dadbods» (auch «Daddy Body» genannt) ist am Ende eine Frage der persönlichen Präferenzen und daher mathematisch kaum exakt zu berechnen.

Dennoch ist das neue Körperphänomen eine Diskussion wert. Bereits 2015 schrieb die damals 19-jährige Studentin Mackenzie Pearson auf der amerikanischen News-Plattform theodysseyonline.com einen 500-Wörter-Essay mit dem Titel «Why Girls Love the Dad Bod». Sie definierte damit eine neue Spezies: «Normalgewichtige Männer, die gelegentlich ins Fitnessstudio gehen, aber am Wochenende gern einen über den Durst trinken und auch bei Pizza grosszügig zulangen.» Positiver Nebeneffekt: Der Dadbod gefällt den Frauen – sehr.

Die Gründe listet Mackenzie Pearson ebenfalls auf. Und die sind mindestens genau so simpel wie das Erreichen eines Dadbods:

  1. Ein Dadbod verunsichert Frauen nicht («denn es gibt nichts Schlimmeres, als im Badekleid neben einem perfekt durchtrainierten Typen zu posieren»). An dieser Stelle erinnern wir uns bitte daran, dass die Autorin gerade mal 19 Jahre alt war …
  2. Frauen seien gern «die Schöne». Pearsons Erklärung: Frauen seien gern schlank, je massiger der Mann, desto dünner sehe die Frau neben ihm aus (ich sag ja, 19 Jahre alt!). Trotzdem, eine klare Win-win-Situation.
  3. Dadbods lassen sich besser knuddeln.
  4. Dadbod = gutes Essen.
  5. Der Dadbod ist keine Mogelpackung. Sprich: Junge Frauen können sich so vorstellen, wie der Mann ihrer Träume aussieht, wenn er die 45 erreicht hat.

 

Die Reaktionen auf diesen durchaus amüsanten Beitrag waren sehr unterschiedlich. Zum einen wurde das Ende des Sixpacks gefeiert und die «Wampe» hochgelobt. Zum anderen sahen Miesmuschel-Journalisten in Pearsons harmlosem Text allerdings eine «sexistische Entsetzlichkeit» («A Sexist Atrocity», Nachrichtenmagazin Time). Die Autorin unterstreiche darin einmal mehr, dass Frauen schlank zu sein hätten, der Artikel zeige auf, welches «gestörte Body-Image» Frauen hätten und bla, bla, bla …

Zur Erinnerung: Die Autorin zählte noch nicht mal zwanzig Jahre.

Statt wieder etwas Neues (in diesem Fall den eben nicht durchtrainierten Männerbody als «Inbegriff der Sexyness») schlecht zu schreiben, sage ich: herzlich willkommen, Dadbod! Endlich mal ein Schönheitstrend, der keine Komplexe generiert. Und das Beste daran: Der Dadbod ist in der Frauenwelt angekommen, so haben auf Twitter unter #mombod bereits etliche Frauen, die sich gelegentlich auch die eine oder andere Pizza genehmigen, stolz ihre «Mombods» präsentiert: mit vielen Rundungen, etlichen Dellen – aber vor allem mit einem strahlenden Lächeln.
 

Von Nina Merli
 

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